Am 8. September sollte die Kanzlerin auf einer Rakete durch Porz fahren; als Teil der internationalen Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“. Es kam anders. Statt durch Porz zog der Aktionszug vor Gericht – gegen die ihm vom Land NRW auferlegten Polizeischikanen. Die Polizei sollte bestimmen, wann, was und wieviel ihr von der politischen Kunst gegen den Krieg zu sehen bekommt. Die Straßenverkehrsordnung sollte über der Freiheit der Kunst, die rote Ampel über der Freiheit der Demonstration stehen. Da wir dieses Land nicht der Polizeiwillkür überlassen wollten, klagten wir. Wir errangen einen kurzfristigen Sieg. Aber ihr in Porz konntet uns nicht sehen.
Also: Nichts ist erledigt. Daß die Polizei inzwischen über die Freiheit der Meinungsäußerung bestimmt beweist doch nur, daß der Krieg, den ihr jeden Abend im Fernsehen sehen könnt, längst hier im Land angekommen ist. Ruhe an der Heimatfront und Schnauze halten – das war noch immer das erste Gebot der Kriegshetzer. Also dürfen wir nicht schweigen. Also müssen wir uns gegen den Krieg organisieren.
Deutsche Truppen sind auf dem Weg in die Ukraine! Jeder ahnt, daß der große Krieg näher kommt. Man muß aufhören zu hoffen. Man muß anfangen, sich zu organisieren und zu kämpfen. Also mitgemacht bei „Klassenkampf statt Weltkrieg“! Die internationale Aktion gegen den drohenden Krieg ist mit ihren drei historischen Lastwagen am Antikriegstag, am 1. September in Polen, in Zgorzelec aufgebrochen. Sie war seither zu sehen in Schweinfurt, Köln, Bochum und Bremen. Und sie fährt weiter: durch Frankfurt, Regensburg, Nürnberg, München und Hamburg.
Im nächsten Jahr wird ein größerer, ein doppelt so großer Zug von Berlin aufbrechen und bis Warschau fahren. Arbeiter, Jugendliche aus verschiedenen Organisationen, Unorganisierte, Gewerkschafter, Sozialisten, Sozialdemokraten, Kommunisten aus der BRD, der annektierten DDR, der Tschechischen Republik und aus Polen werden auf den Wagen sitzen. Am 8. Mai wird das sein. Dann jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem 1945 bewiesen wurde, daß der deutsche Krieg zu besiegen ist.
Die Staatswillkür nimmt keine Ende
Tagebuch de Zugs: www.himmlischevier.de/2014/Tagebuch/index.html
und Eindrücke http://landesblog-nrw-braucht-das.de/plant-deutschland-einen-krieg-lkw-demo-himmlische-vier/
An alle Kriegsgegner:
Die Staatswillkür nimmt keine Ende.
Wer nicht gegen sie kämpft hat schon verloren
Offensichtlich verträgt dieses Land „Klassenkampf statt Weltkrieg“ nicht. Eine internationale Antikriegsaktion von Kriegsgegnern aus der Tschechischen Republik, aus Polen, der annektierten DDR und der BRD. Daß die kriegsvorbereitenden Handlungen samt der Taten der Herrschenden, daß die deutsche Armee in Nachbarländern wie Polen, der Tschechischen Republik etc. steht und deutsche Truppen stationiert sind im nachsozialistischen Litauen, in Estland und Lettland, daß die Regierenden ein Komplott gegen das ukrainische Volk schmieden – das braucht die Einschränkung der freien Meinungsäußerung, das benötigt die Einschränkung der Kunstfreiheit. Daß dieses Land nie wieder Krieg führt, daß niemals wieder von deutschem Boden aus Millionen Menschen in Europa ermordet werden und niemals wieder der deutsche Widerstand vernichtet wird – dafür steht die Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“. Was sie verbreitet muß angegriffen, eingeschränkt und verfassungswidrig beantwortet werden. Dazu bedarf es des Einsatzes von Staatswillkür.
Daß der Antikriegszug seine Ziele auf den Straßen und Plätzen nicht erreicht, dafür muß das Grundgesetz in Fetzen gerissen werden. Nicht genug damit, daß der Artikel 5 des Grundgesetzes (Freiheit der Kunst) und der Artikel 8 (Versammlungsfreiheit) durch Polizeiwillkür, wie in Köln geschehen, de facto außer Kraft gesetzt werden. Daß ein Verwaltungsgericht Köln diese Polizeiwillkür durch ein Urteil verbietet (am 8.9.), setzt dem Treiben gegen den deutschen Widerstand kein Ende. Kämpft doch zur Stunde das Land Nordrhein-Westfalen mit Hilfe des Oberveraltungsgericht Münster darum, das Urteil der unteren Instanz zu vernichten, und eben dieses Verwaltungsgericht hat ein verfassungswidriges Urteil gefällt. Und wozu das alles? Um den Widerstand gegen den Krieg von den Straßen und Plätzen dieser Republik zu bekommen und in das Geheime zu verbannen.
Mit uns nicht! Wir werden sie lehren, ihre eigene Gesetzlichkeit zu achten und das Verfassungsgericht anrufen, daß es seine verfassungsschützende Aufgabe sofort und umgehend wahrzunehmen hat. Daß es seine schon gefaßten Urteile (Brokdorf-Urteil, Urteil zum „Anachronistischen Zug Freiheit und Democracy“ von 1980 etc.) in Anwendung bringt gegen die Willkür des Landes NRW, vertreten durch das Polizeipräsidium Köln (am 6.9.) und des ihnen am 9.9. folgenden Oberverwaltungsgerichts NRW in Münster.
Die staatliche Vermessenheit wird an uns ihr Ende finden. Das bedarf aber auch eures Kampfs für Demonstrationsrecht, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit als Voraussetzung und Garant, als Kampf gegen den Krieg von deutschem Boden aus.
Diese Staatswillkür muß fallen. Kämpft mit in unseren Reihen „Klassenkampf statt Weltkrieg“! Kämpft gegen die Staatswillkür an unserer Seite, in eurer Stadt! Und schließt euch „Klassenkampf statt Weltkrieg“ an, dem Zug, der seit dem Antikriegstag 1. September von Zgorzelec in Polen über Schweinfurt, Köln, Leverkusen, Oberhausen nach Bochum gezogen ist. In Bochum ist er zur Zeit zum Stillstand gekommen, weil er seine und eure Rechte auf Freiheit der Kunst, der Versammlung und der Demonstration für sich und für euch einklagt. Und dies mit allen uns noch verbliebenen Mitteln – daß bestehendes Recht auch bestehendes Recht bleibt. Daß die Straßen und Plätze dem Widerstand gehören und nicht den Kriegstreibern. Und daß der Aktionszug seine Reise für den Erhalt des Friedens fortführen kann: über Bremen, Regensburg, Nürnberg, München und Frankfurt.
Aktionsbüro „Klassenkampf statt Weltkrieg“
und
die zur Stunde, am 10.1.2014 in Bochum den Kampf Führenden
ausführlich: www.himmlischevier.de
POLIZEIWILLKÜR
8.9.2014
Sieg! In Köln und für ganz NRW
Heute um 17 Uhr kam die Nachricht aus Köln: "Vor
einer halben Stunde das Ergebnis des Eilverfahrens
erhalten. Sieg für den Aktionszug "Klassenkampf
statt Weltkrieg" auf der ganzen Linie, und das
gilt nicht nur Köln, sondern für ganz NRW. Der Zug
wird jetzt ganz nach unseren Vorstellungen noch 3
Stunden durch Köln fahren".
7.9.2014
Die internationale Antikriegsaktion "Klassenkampf statt Weltkrieg" wird in
der Stadt Köln massiv durch Polizeischikanen angegriffen. Mit seinen drei
historischen Lastwagen, den szenischen Darstellungen auf ihnen wir mit dem
den Wagen als Demonstration folgenden "Unbekannt Geschlecht" (Bertolt
Brecht) stellt dieser Aktionszug ein politisches Kunstwerk dar, das sich
durch die Straßen Kölns bewegt. Die Polizei in NRW behandelt ihn nicht als
Kunstwerk. Sie will bestimmen, wann, wo und wie dieser Zug sich bewegt. Das
ist nicht nur ein Angriff auf die Freiheit der Kunst, wie er auch in Köln in
verschiedenen Verwaltungsgerichtsurteilen (z.B. aus dem Jahr 1981, bestätigt
im Jahr 2009) zurückgewiesen wurde. Damit, daß die Polizei sich über diese
Rechtsprechung hinwegsetzt, greift sie nicht nur die Freiheit der Kunst an,
sondern auch Recht und Freiheit der Demonstration. Das geht alle Demokraten
an. Heute diese Antikriegsaktion, morgen jede Demonstration oder Kundgebung,
die der Polizei nicht genehm ist.
Die Teilnehmer an der Antikriegsaktion gaben deswegen am Samstag Abend die folgende Erklärung ab, die sie am Sonntag und Montag zu ihrer Antikriegsaktion in Köln als Flugblatt vertreiben wird:
Die Teilnehmer an der Antikriegsaktion gaben deswegen am Samstag Abend die folgende Erklärung ab, die sie am Sonntag und Montag zu ihrer Antikriegsaktion in Köln als Flugblatt vertreiben wird:
WIR WERDEN DIESE STADT NICHT DER POLIZEIWILLKÜR ÜBERLASSEN!
Die Polizeiwillkür bestimmt, was in dieser Stadt gesagt werden darf und vor allem, wie und wo es gesagt werden darf. Wer die Herrschenden brandmarkt, dass sie erneut und zum dritten Mal den Völkermord in Europa vorbereiten und wer dies in Anlehnung von Bertolt Brecht durch einen Antikriegszug „Klassenkampf statt Weltkrieg“ in Köln aufführen will, wird mit polizeilicher Willkür daran gehindert. Wir lassen uns dies nicht gefallen.
Der Erhalt des Friedens braucht den Widerstand gegen diese Despotie und euren Widerstand dagegen.
Wir fordern Euch auf, mit uns dieser polizeilichen Willkür in Eurer Stadt entgegen zu treten. Kommt zum Zug „Klassenkampf statt Weltkrieg“
Sonntag,
14.00 Uhr Domtreppen. 18.00 Uhr Chorweiler Pariser Platz.
Montag:
14.00 Uhr Porz Markt, 19.00 Wiener Platz.
Drei LKW
Mit drei historischen LKWs, Agitprop-Theater,
Texten von Bertolt Brecht, Musik,
Reden und einem Kinderkarussell
Melde dich! Mach mit!
Email: maxhirdes@gmx.de Telefon: 0221 99206718 (Max Hirdes)
Sonntag 7. September
Start 10.00 Bayenstraße 11
Südstadt
11.30 Kundgebung Neumarkt/Schildergasse vor der Buchhandlung
Innenstadt
13 Uhr Kundgebung Venloer/Schönstein (Edelweiß-Piraten)
14 Uhr Kundgebung Bahnhofsvorplatz/Domtreppen
17.00-17.20 Uhr Kundgebung (beim Verfassungsschutz)
Demo 17.30 Chorweiler
Athener Ring-Pariser Platz
18 Uhr Kundgebung
Pariser Platz - Chorweiler
danach An der Schanz (Jugendherberge) Treffen Aller bei den LKWs
Montag 8. September
Abfahrt 5.00 An der Schanz
5.30 Kundgebung Henry-Ford-Straße
6.30 Kundgebung Geestemünderstr /Ausbildungszentrum
7.45 Kundgebung Bürgeramt Nippes/Realschule Nippes
9.30-10.00 Kundgebung Eitorfer Str. Berufskolleg
12.15 Kundgebung Schule Josefstraße
danach Glashüttenstraße
14.00 Kundgebung Porz Markt
15.00 Brüsseler (Jugendwerkstatt Porz)
17.00 KundgebungKalk Post
18.30 DEMO ab Keupstraße
19.00 Kundgebung Wiener Platz
Mitgemacht !
Dieser Aktionszug gegen den Krieg wird 2015 aus der BRD bis Warschau fahren
– zusammen mit tschechischen und polnischen Arbeitern und Jugendlichen.
Dieser Aktionszug gegen den Krieg soll vorher auch in Köln zu sehen sein. Mach mit, fahr mit, sei dabei! Als Fahrer, Darsteller, Redner, Flugblattverteiler, Koch oder Mechaniker.
Wir haben beschlossen, nicht zu warten, bis wieder einmal einer ihrer
„Konflikte“ die großen Mächte so gegeneinander treibt, daß der Weltkrieg
„ausbricht“. Wir haben beschlossen, in
der Tradition der Jugend und der Arbeiter vor uns zu handeln, die über die
Grenzen hinweg gegen deutsche Kriege gekämpft haben. Mit uns ein drittes Mal –
Nein!
Bring deinen Arbeitskollegen und Nachbarn mit. Eltern, bringt eure Kinder
mit. Kinder, bringt eure Eltern mit.
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