2. Filmabend in Köln-Mülheim



Anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution und der internationalen Antikriegsaktion „REVOLUTION statt KRIEG“
Filmvorführung:
Das Lied der Matrosen

Mittwoch 15. Februar, 19:00
Mütze Bürgerhaus, Gruppenraum 1
 (Berliner Str. 77, Köln Mülheim
KVB: Linie 4, Bus 151/152)

DDR 1958, Regie: Kurtz Maetzig, Gühter Reisch, mit Ekkehart Schall, Hilmar Thate, Musik: Wilhelm Neef, 119 Minuten s/w




Oktober 1917. In Petrograd haben die Räter der Arbeiter, Bauern und Soldaten die Macht erobert, Ausbeutung und Krieg zurückgedrängt. Sie hatten die Partei der Bolschewiki, die den geeignetsten Augenblick zum Losschlagen fand und sich ihr Vertrauen lange erkämpft hatte.



Die revolutionären Matrosen Max Reichspietsch und Albin Köbes wurden am 5. Sept. 1917 in der Nähe Kölns erschossen

Zugleich in Deutschland waren Arbeiter bereit zum Streik und Soldaten bereit zum Aufstand, allen voran die Matrosen. Aber diese hatten keine Kampfpartei. Aber auch sie bildeten Räte. Kommunisten, Sozialdemokraten und Anarchisten kämpfen trotz ihrer Widersprüche zusammen gegen den Wahnsinn des Krieges und der Ausbeutung ihrer Herren.

Und gründeten Ende 1918 ihre Partei.

Zu spät…                  

Anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution und der internationalen Antikriegsaktion „REVOLUTION statt KRIEG“


Filmvorführung:

Das Leben gehört uns


Mittwoch 1. Februar, 19:00

Mütze Bürgerhaus

Gruppenraum 1,  (Berliner Str. 77, Köln Mülheim
KVB: Linie 4, Bus 151/152)

Frankreich 1936, Regie: Jean Renoir, Jacques Becker, Jean-Paul Le Chanois
Produzent: Jean Renoir
Musik: Hans Eisler, Eugén Poitier, 66 Minuten, s/w


 1936. In Italien und Deutschland herrscht der Faschismus mit Terror, Verfolgung und Willkür, in Spanien putscht der faschistische General Franco gegen die Republik. Auch in Frankreich erstarkt der Faschismus. Ein Jahr zuvor tagte der VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale in Moskau. Georgi Dimitroff legte in seinem Bericht an den Kongress die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen den Faschismus dar. Die Volksfront wird den Faschismus besiegen! Am 12. Mai 1934, bei einer großen antifaschistischen Demonstration der Gewerkschaft CGT schlossen sich die sozialistischen und kommunistischen Züge, „Einheit!““ skandierend, so spontan wie spektakulär zusammen. Am Nationalfeiertag des Jahres 1935 schloss sich die radikale Partei“ dem Bündnis von SFIO und KPF an. Hunderttausende demonstrierten: Le fascisme ne passera pas. Die Parlamentswahlen im April und Mai 1936 brachten den Sieg der Volksfrontparteien und den Beweis, dass der Faschismus nicht unaufhaltbar ist.


Kluger Kopf


Fotomontage - KAZ - Kommunistische Arbeiterzeitung Mai 1987 - Nr. 210

Bonn

Lied gegen den Krieg

Der Prolet wird in den Krieg verladen,
Dass er tapfer und selbstlos ficht.
Warum und für wen wird ihm nicht verraten
Für ihn selber ist es nicht.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg
.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet muss in den vordersten Graben
Die Generäle bleiben dahint.
Und wenn die Herren gegessen haben
Kann sein, dass er auch noch etwas find't.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.

Das wird der richtige sein.



Der Prolet baut ihnen die Kriegsmaschinen
Für einen schlechten Lohn
Damit sie ums Leben bringen mit ihnen
Mancher Proletenmutter Sohn.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet bezahlt die Niederlage
Der Prolet bezahlt den Sieg.
Drum planen sie bis zum Jüngsten Tage
Mit ihm noch manchen blutigen Krieg.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg
.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet steht Jahr und Tag im Kriege
In der großen Klassenschlacht
Und er blutet und zahlt bis zu seinem Siege.
Der ihn für immer zum Herren macht.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.
Das wird der richtige sein.
von Bertolt Brecht (1898-1956)