Bonn

Lied gegen den Krieg

Der Prolet wird in den Krieg verladen,
Dass er tapfer und selbstlos ficht.
Warum und für wen wird ihm nicht verraten
Für ihn selber ist es nicht.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg
.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet muss in den vordersten Graben
Die Generäle bleiben dahint.
Und wenn die Herren gegessen haben
Kann sein, dass er auch noch etwas find't.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.

Das wird der richtige sein.



Der Prolet baut ihnen die Kriegsmaschinen
Für einen schlechten Lohn
Damit sie ums Leben bringen mit ihnen
Mancher Proletenmutter Sohn.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet bezahlt die Niederlage
Der Prolet bezahlt den Sieg.
Drum planen sie bis zum Jüngsten Tage
Mit ihm noch manchen blutigen Krieg.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg
.
Das wird der richtige sein.


Der Prolet steht Jahr und Tag im Kriege
In der großen Klassenschlacht
Und er blutet und zahlt bis zu seinem Siege.
Der ihn für immer zum Herren macht.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.
Das wird der richtige sein.
von Bertolt Brecht (1898-1956)

8.Mai 2016

8.Mai 2016, Hohenzollernbrücke Köln, FDJ mit Unterstützern

Jedes Jahr sei erinnert

Samstag, 7.Mai 2016 - Chorweiler

Film - Oktober

Mitkämpfen!

Mitorganisieren!

Mitmachen 

in der internationalen Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“


Es waren und sind die Arbeiter und die Völker, die die Kriege der großen Herren verhindert oder sie beendet haben.
Die Kommune von Paris 1871, die russische Oktoberrevolution 1917, der Sieg über den deutschen Weltkrieg und der Aufbau volksdemokratischer Staaten nach 1945 – Stationen unserer Geschichte, der wir treu bleiben müssen. Kämpfe und Revolutionen gegen das schlechte Leben, gegen Dummheit und Barbarei, und deswegen immer auch gegen den Krieg der Oberen.
Zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution fährt der Aktionszug „Klassenkampf statt Weltkrieg“ bis ins frühere Leningrad.
Die Kölner Unterstützer der Antikriegsaktion zeigen dazu Sergej Eisensteins weltberühmten Film aus dem Jahr 1927 über die russische Revolution von 1917:

 

„Oktober“

am 21. April, um 19.00 Uhr  

im Freidenker-Zentrum, 

Bayenstraße 11, 50678 Köln 
(KVB-Linie 15 u. 16  Haltestelle „Ubierring)

Pariser Commune


Kampf gegen den Krieg

 

Kampf um die Arbeitermacht

 

Die Pariser Commune von 1871


Am 18. März 1871 beschlossen die Arbeiter und die einfachen Leute von Paris, aus dem Krieg zwischen ihren Herren und den preußischen Junkern auszuscheiden. Sie entwaffneten und verjagten die französischen Kriegstreiber aus der Stadt. Sie zerschlugen den alten Staat und begannen, ihren eigenen zu schaffen. Ihre erste große Kundgebung ist eine Manifestation für die Weltrepublik.
Warum konnten sie siegen? Warum unterlagen sie noch einmal? Was sind die unzerstörbaren Erfahrungen, die sie für alle Arbeiter und Werktätigen machten, die nicht in den Krieg hinein- oder aus ihm herauswollen?

Informationsabend
der Kölner Unterstützer der internationalen Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“

         Donnerstag, 21. Januar 2016, 19 Uhr

      im Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11

Referent: Stefan Eggerdinger, Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD

„Der sozialdemokratische Philister ist neuerdings wieder in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort: Diktatur des Proletariats. Nun gut, ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Schaut euch die Pariser Commune an. Das war die Diktatur des Proletariats.“ (Friedrich Engels)

John Heartfield wieder angeklagt

 
Originalmontage des Antifaschisten Heartfield aus der
Arbeiter Illustrierten Zeitung vom Januar 1935.
Die Flugschrift vom September 2012 ist hier zu finden:
www.himmlischevier.de/flugschrift1209.pdf

 

Nach 80 Jahren:

Prozess gegen Hitlers Friedenstaube


Donnerstag, 26.11. 9 Uhr 55
Amtsgericht Bochum, Saal C 164
Viktoriastr. 14, 44787 Bochum

Am 13. September 2012 verteilte ein Unterstützer der internationalen Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“ auf der Berufsbildungsmesse in Bochum vor dem Stand der Bundeswehr eine Flugschrift, welche zur Teilnahme an einer Veranstaltung zur Erinnerung an das Münchner Abkommen von 1938 am Originalschauplatz in der heutigen Münchner Musikhochschule aufrief und vor kommenden Kriegen, die in diesem Land vorbereitet werden, warnte.
Während die Bundeswehr unbehelligt unter der Jugend ihr Kanonenfutter für den kommenden Krieg werben durfte und bis heute wirbt, wurde der Verteiler der Flugschrift von der Polizei zwangsweise aus der Messe entfernt und seine sämtlichen Flugschriften beschlagnahmt.
Der Vorwurf: Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation. Auf der Flugschrift war „Hitlers Friedenstaube“ aus einer Montage von John Heartfield von 1935 zu sehen.
Die Originalmontage des Antifaschisten Heartfield aus der Arbeiter Illustrierten Zeitung vom Januar 1935 ist hier zu sehen: http://www.gosee.de/image/50953/news/5855
Die Flugschrift vom September 2012 ist hier zu finden: www.himmlischevier.de/flugschrift1209.pdf
80 Jahre später soll die Verwendung dieser Montage in einer antifaschistischen Flugschrift zur Warnung vor einem neuen Krieg verurteilt werden. Wie damals stehen wieder nicht diejenigen vor Gericht, die in aller Öffentlichkeit Notstand und Krieg vorbereiten, sondern diejenigen, die davor warnen.
Wir fordern alle Demokraten, Kriegsgegner und Antifaschisten auf, sich selbst ein Bild vom Urteilsvermögen deutscher Gerichte in Sachen Krieg und Frieden zu machen.
Kommt zum Prozess! Gebt den Termin weiter!

 Kontakt: wilmic10@ web.de oder 0152/28759312